Emil Kaiser (1853-1929)

 

Kaiser Emil

Lange Zeit seines Lebens in der Kunstmusik heimisch, war er in der Reihe namhafter francisco-josephinischer Militärkapellmeister der einzige zugewanderte Deutsche. Er stammte aus Coburg, geboren am 7. Februar 1853, und war zunächst als Opernkapellmeister an mehreren Bühnen engagiert, so auch in Salzburg, wo er überdies Konzerte des 1870 gegründeten Mozarteums leitete. Im Zeitraum von 1882 bis 1904 stand er mit kurzen Unterbrechungen bei den IR 100, 35, 3 und 20. Im Jahr 1893 erhielt er den offiziellen Auftrag zur instrumentalen Neufassung historischer Märsche. Nach seinem Ausscheiden aus dem Verband der k. u. k. Armee widmete er sich künstlerischen Aufgaben am Dirigentenpult des Kaimorchesters in München, eines symphonischen Klangkörpers, der die Urform der Münchener Philharmoniker war und nicht zuletzt durch das Wirken des Wiener Bruckner-Protagonisten Ferdinand Löwe einen bedeutenden Platz im deutschen Musikleben errang. In der bayerischen Hauptstadt verblieb Kaiser bis zu seinem Tod am 15. Oktober 1929.

 


Übernommen von Reinhard Wieser

 

   
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