Johann Nepomuk Kral (1839-1896)

 

Kral Johann Nepomuk

Zu dem Geburtsort Mainz (14. September 1839) kam er durch die Fügungen, die seinen böhmischen Vater in die Rhein-Main-Ecke führten und dort Stadtkapellmeister werden ließen. Der Junior offenbarte Beharrlichkeit im Wechsel, von 1862 bis 1885 blieb er Militärkapellmeister, aber eben bei mehreren verschiedenen Truppenteilen. Das lag vor allem daran, dass Kral jede Chance nützte, um sich in der Garnison Wien halten zu können. Die Liste der Regimenter, zu denen er sich verpflichtete, umfasste der Reihe nach die Nummern 13, 20, 36, 17 und 38. Kompositorisch bereicherte er das Militär-Repertoire in erster Linie durch den "Brucker Lager-Marsch", mit dem er die Soldatenstadt an der Grenze "Cis-" und "Transleithaniens" musikalisch würdigte, und den "Philippovich Marsch". Krals zivile Tätigkeit als Dirigent des Leichten Genres in Wien war trotz befriedigender Resonanz nur ein kurzes Intermezzo. Er kehrte zum Ärar zurück, leitete die Kapellen der IR 24 und 23. Am Neujahrstag 1896 verstarb er in der niederösterreichischen Donaustadt Tulln.

 


Übernommen von Reinhard Wieser

 

   
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