Oberstleutnant Dietmar Pranter (geb. 1967)

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Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Kärnten seit 01. Dezember 2015

Dietmar Pranter wurde am 18. Oktober 1967 in Kötschach geboren.

Seit seinem 7. Lebensjahr hat sich Dietmar Pranter der Musik verschrieben, seinen ersten Bühnenauftritt hatte er mit 10 Jahren. Er spielt unzählige Instrumente wie Akkordeon, Klavier, Orgel, Trompete und Gitarre. Zahlreiche Auftritte als Solokünstler und Teil von Ensembles und Bands führten ihn durch halb Europa und prägten ihn als Künstler.

Im Oktober 1986 rückte er nach Klagenfurt zum LWSR 72 ein. Nach der Grundausbildung wurde er zur Militärmusik des Militärkommandos Kärnten versetzt.

Komponieren, Texten und Arrangieren von eigenen Werken, sind die Leidenschaften von Pranter. Durch seine musikalische Bandbreite - von Klassik, Volksmusik, Schlager, Jazz bis hin zu Pop & Rock - lässt er sich in seinem künstlerischen Schaffen nicht auf ein Genre reduzieren.

IGP- und Diplomstudium Jazz und Popularmusik im Fach Jazz-Trompete bei Prof. Lee W. Harper, Landeskonservatorium Klagenfurt

Lehrgang Klavier- und Keyboardpraxis bei Mag. Gerd Schuller, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz

Die Ausbildung zum Militärkapellmeister erfolgte bei der Militärmusik Oberösterreich, Steiermark und der Gardemusik in Wien.

Im Dezember 2015 wurde er mit der Leitung der Militärmusik Kärnten beauftragt.

Dietmar Pranter wurde am 01. Jänner 2016 zum Oberstleutnant befördert.

                                                                                                                                                      

Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

Prof. Rudolf Zeman (1918-1999)

 

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Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Oberösterreich bzw. der Militärmusik beim Feldjägerbataillon 13 bzw. der 4.Brigade von 02.12.1957 bis 30.06.1979 und Musikreferent beim Armeekommando bzw. beim BMfLV Sektion III von 01.01.1976 bis 30.06. 1979.

Rudolf Zeman wurde am 31.07.1918 in Wien geboren. Nach Absolvierung der Pflichtschule besuchte er die Lehrerbildungsanstalt in Wiener Neustadt. 1936 trat er als Flötist in die dort stationierte Musik des Infanterieregiments Nr. 1 (Kapellmeister Andreas Hofer) ein. Zwei Jahre später wechselte Zeman als Musiker zur Schutzpolizei nach Leipzig/ Deutschland, wo er ein Musikstudium an der dortigen Musikhochschule im Hauptfach Posaune begann. 1944 legte er am Konservatorium der Reichshauptstadt Berlin die musikalische Fachprüfung zum Musikmeister der Ordnungspolizei mit Erfolg ab. Zeman geriet 1945 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.

Er wollte auch im neuen Österreich seinem Beruf als Polizeimusiker treu bleiben und bewarb sich bei allen in Frage kommenden Stellen. Eine positive Rückmeldung kam von der Polizeidirektion Linz, wo er als Rayonsinspektor eingestellt und mit der Leitung der Linzer Polizeimusik betraut wurde.

Diese Kapelle kam damals in Ermangelung einer Militärmusikkapelle auch bei offiziellen Anlässen zum Einsatz. Zeman hatte als Kapellmeister der Polizeimusik große Erfolge und war im oberösterreichischen Musikleben fest verankert. Als er sich bei der Errichtung des Bundesheeres um die Leitung der neu aufzustellenden Militärkapelle für Oberösterreich bewarb, wurde er mit 02.12.1957 in den Personalstand des Bundesheeres überstellt.

Zeman war der jüngste unter den damals amtierenden Militärkapellmeistern und auch derjenige, der dem traditionellen k.u.k. Repertoire am wenigsten verpflichtet war. Er nahm von Anfang an verstärkt Originalkompositionen für Blasmusik in seine Konzertprogramme auf und befasste sich auch mit dem Schaffen der zeitgenössischen Musik im Hinblick auf eine Annäherung an die Blasmusik. Beispielhaft dafür war sein Kontakt zum Komponisten Franz Kinzl.

Zeman war immer ein Verfechter der engen Zusammenarbeit zwischen ziviler und militärischer Blasmusik. Er bekleidete auch wichtige Funktionen im zivilen Blasmusikwesen und verstand die unter seiner Leitung stehende Militärmusik als Vorbild und Orientierungshilfe für die zivilen Blasorchester im Land.

Als Nachfolger von Leopold Ertl wurde Zeman 1976 als Musikreferent ins Armeekommando berufen. Seine diesbezügliche Aktivität betraf in erster Linie die Bemühungen um eine Erhöhung des Budgets der Militärmusiken und die Anhebung der Zahl der C-Posten in den Kapellen. Schon 1973 war ihm in Würdigung seiner Verdienste der Titel "Professor" verliehen worden.

1979 trat Rudolf Zeman in den dauernden Ruhestand. Er beschäftigte sich nach wie vor intensiv mit Fragen des Blasmusikwesens. Als Bundeskapellmeister des ÖBV war er eine wichtige Persönlichkeit der modernen österreichischen Blasmusikszene.

Prof. Rudolf Zeman starb am 25.02.1999 in Vöcklabruck.

 


Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

 

Josef Spirk (geb.1946)

 

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Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Salzburg von 01.01.1976 bis 31. 12.1995 und Musikreferent/Heeresmusikchef im BMfLV Sektion III seit 01.01.1995.

Josef Spirk, geboren am 19.08.1946 in Mühldorf bei Feldbach (Steiermark), nahm nach dem Pflichtschulbesuch Instrumentalunterricht an der Städtischen Musikschule in Feldbach bei Prof. Lobovsky. 1964 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Prof. Karl Steinwidder im Hauptfach Klarinette.

1965 rückte Spirk zur Militärmusik Steiermark ein, in der er unter den Militärkapellmeistern Prof. Alois Krall und Prof. Mag. Rudolf Bodingbauer als Soloklarinettist diente. Während seiner Dienstzeit bei der Militärmusik konnte er sein Musikstudium fortsetzen, und dieses 1974 mit der erfolgreichen Ablegung der Diplomprüfung beenden. In der Dirigenten - Ausbildungsklasse von Prof. Max Haider an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz bereitete sich Josef Spirk im Rahmen der Ausbildung zum Musikoffizier auf die Militärkapellmeisterprüfung vor und übernahm nach deren erfolgreicher Ablegung am 01.04.1976 die Leitung der Militärmusik des Militärkommandos Salzburg.

Spirk legte großen Wert auf die musikalische Ausbildung "seiner" Militärmusiker. Er war auch sehr bemüht, die von Prof. Ertl begonnene Zusammenarbeit mit allen kulturellen Einrichtungen des Landes fortzusetzen.

Spirk stellte sich auch einer wichtigen und großen Aufgabe auf lange Sicht, nämlich: Einspielung sämtlicher 106 Regimentsmärsche der k.u.k. Armee, eine Aufgabe, die aufgrund seiner derzeitigen Tätigkeit als Heeresmusikchef sein Nachfolger weiter führt.

Auch im Blasmusikverband Salzburg arbeitete er mit.

Durch seinen persönlichen Kontakt zu Komponisten und Arrangeuren brachte Josef Spirk immer wieder interessante neue Blasmusikliteratur zu Gehör (besonders Werke von H.J. Rhinow, W Koenen u.a.).

Nach der Pensionierung von Mag. Sollfeiner im Jahr 1994 wurde Josef Spirk am 01.01.1995 als Musikreferent bzw. Heeresmusikchef in das BMfLV, Sektion III berufen. Seine diesbezügliche Aktivität betrifft in erster Linie die von Sollfelner eingeführten jährlichen Großveranstaltungen (Zusammenziehung aller Militärmusiken) sowie die Intensivierung der nationalen und internationalen kulturellen Kontakte.

 


Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

 

Eduard Stallinger (geb. 1951)

 

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Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Vorarlberg von 01.07.1976 bis 30. 04.1979 und der Militärmusik des Militärkommandos Oberösterreich von 01.07. 1979 bis 31.08.1988.

Eduard Stallinger wurde am 22.04.1951 in Ottensheim (Oberösterreich) geboren. Als Zehnjähriger begann er Akkordeon zu spielen und erhielt Unterricht bei Werner Brüggemann, mit dem ihn Freundschaft und künstlerische Interessen verbanden. In Linz besuchte er gleichzeitig Gymnasium und Brucknerkonservatorium (Hauptfach Klarinette bei Prof. Kubicek), 1973 legte er die Reifeprüfung ab. Im gleichen Jahr rückte er zur Militärmusik Oberösterreich ein und wurde bald von Prof. Rudolf Zeman entscheidend gefördert. Stallinger legte 1976 die Militärkapellmeisterprüfung ab und wurde zunächst Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Vorarlberg, wo er drei Jahre lang erfolgreich wirkte. 1979 übernahm er in Nachfolge von Rudolf Zeman die Militärmusik Oberösterreich, sein Nachfolger im "Ländle" wurde Erich Hendl.

Stallinger konnte den Kaderstand der Militärmusik Oberösterreich erheblich aufstocken. Er kommentierte seine Konzerte selbst äußerst unterhaltend und kompetent, zur Freude des Publikums. Modernen Entwicklungen stand er aufgeschlossen gegenüber, er beschäftigte sich auch mit elektronischen Instrumenten. Besonders das Thema "Musik in Bewegung" war ihm ein Anliegen.

Stallinger schied mit 01.09.1988 auf eigenen Wunsch aus dem Militärdienst aus und nahm eine Stelle als Musikschulleiter an.

 


 Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

 

Prof. Siegfried Somma (1910-1994)

 

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Kapellmeister der Militärmusik des Militärkommandos Tirol bzw. der Militärmusik beim Jägerbataillon 22 bzw. der 6. Gebirgsbrigade von 01.08.1957 bis 31.08.1971.

Siegfried Somma, geboren am 23.10.1910 in Villach, nahm bereits mit acht Jahren ersten Musikunterricht (Violine). Mit 14 Jahren war er bereits Geiger in einem Amateurorchester und gründete bald danach auch ein eigenes Unterhaltungsorchester, daneben erlernte er den Beruf eines Kaufmannes. Weitere musikalische Ausbildung erhielt er am Mozarteum in Salzburg von 1929 bis 1936. Er schloss diese Ausbildung mit der Reifeprüfung im Hauptfach Violoncello und Dirigieren ab.

Da er sich für die Laufbahn eines Militärkapellmeisters interessierte, rückte er 1936 zum Salzburger Infanterieregiment 12, zur Militärmusik ein.

1939 wurde er zum dreijährigen Musikmeisterlehrgang der deutschen Wehrmacht nach Berlin abkommandiert, den Somma vorzeitig 1941 mit Vorzug absolvierte. Anschließend übernahm er das Musikkorps des Ulmer Pionierbataillons 5. Mit dieser Truppe machte er die Balkan- und Rußlandfeldzüge mit, gegen Kriegsende geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde in ein Lager nach Salzburg gebracht.

Somma war nach dem Krieg maßgeblich am Wiederaufbau des Mozarteumorchesters beteiligt, wo er als Solocellist und Orchestervorstand tätig war. Der Kontakt zu Leo Ertl brachte auch eine erneute Verbindung zur Militärmusik mit sich. Somma trat mit 26.07.1957 in den Dienst des Bundesheeres, wurde nach Innsbruck zum Jägerbataillon 22 versetzt und mit der Aufstellung der Militärmusik Tirol betraut.

Ihm und seinen Tiroler Musikern wurde auch die besondere Auszeichnung zuteil, als erste österreichische Militärmusik ein Auslandsgastspiel in der Schweiz zu absolvieren. Auch die olympischen Winterspiele in Seefeld waren wichtige Auftritte der Tiroler Militärmusik unter der Leitung des beliebten Dirigenten Somma.

Nach 14-jähriger höchst erfolgreicher Tätigkeit wurde ihm der Berufstitel Professor zuerkannt. Er trat 1971 in den Ruhestand, blieb aber weiterhin im Rahmen des Tiroler Blasmusikverbandes aktiv; so leitete er die Rettenberger Musikkapelle Swarovsky Wattens (19691984), die Bundesmusikkapelle Zell/Ziller (seit 1964) und war 1971 Mitbegründer der "Original Tiroler Kaiserjägermusik", die er im Inund Ausland zu höchstem Ansehen führte. Siegfried Somma trat auch als Komponist und Arrangeur hervor (Beispiele dafür sind der Edelweiß-Marsch, die Festspielfanfare oder die Blasmusikbearbeitung des militärischen Tongemäldes "Der Traum eines österreichischen Reservisten" v. C. M. Ziehrer.

Militärkapellmeister Siegfried Somma verstarb am 10.11.1994 in Innsbruck.

 


Die Biographie entstammen dem Buch „Die österreichische Militärmusik in der II. Republik 1955-2000“

 

   
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